Die ÖEG vergibt auch 2027 wieder einen Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Gesamtgebiet der Entomologie/Arachnologie mit erkennbarem Österreich-Bezug können eingereicht werden (z.B. Publikationen, abgeschlossene Masterarbeiten).
Der Preis ist mit 2 x 750 Euro dotiert und dient der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Anträge sind bis 30.11.2026 schriftlich (per E-Mail oder Post) an das für Preise zuständige ÖEG-Vorstandsmitglied, Hannes Paulus (hannes.paulus@univie.ac.at), zu richten und können nur für die eigene Person gestellt werden. Beizulegen sind ein kurz gefasster Lebenslauf mit Darstellung des wissenschaftlichen Werdeganges und ein Exemplar (Sonderdruck oder Kopie der Publikation oder Abschluss-Arbeit) oder PDF der Wettbewerbsarbeit. Die Mitgliedschaft bei der ÖEG ist keine Voraussetzung. Vergaberichtlinien: https://www.entomologie.org/preise/foerderpreis
Unsere nächste Veranstaltung findet am 19. und 20. März 2027 (Freitag & Samstag) in Bozen, Südtirol statt. Veranstalter sind die Eurac (eurac research) und das Naturmuseum Südtirol.
Um die für viele doch weitere Anreise nach Bozen möglichst attraktiv zu machen, wollen wir dieses Mal neue Wege beschreiten und das Kolloquium mit dem Fachgespräch kombinieren.
Wir freuen uns den Standort und das Datum unseres nächsten ÖEG-Insektencamps bekanntzugeben: Es wird im Naturpark Kamptal-Schönberg vom 03. 6. 2027 bis 06. 06. 2027 stattfinden!
Am 4. Juli leitete unser Mitglied Kika Lexova die AÖE-Exkursion zum Gipfelberg in Hof am Leithagebirge. Diese 12-Hektar-große, halbtrockene Graslandschaft gilt als größter Restbestand von Magerrasen im nordöstlichen Leithagebirge. Obwohl das Gebiet bei Entomologen, insbesondere bei Lepidopterologen, früher relativ beliebt war, liegen nur wenige rezente Insektendaten aus dem Naturjuwel vor.
Kika führte uns einen Wanderweg entlang, erklärte uns die verschiedenen Lebensräume des Ortes und stellte die Fauna und Flora der einzelnen Standorte vor. Zudem erläuterte sie uns, wie die Weidebewirtschaftung vor Ort mithilfe von Schafen, Ziegen und Eseln durchgeführt wird, um die ursprüngliche Weide wiederherzustellen und invasive Arten zu beseitigen. Während der Exkursion wurden mindestens 180 Insektenarten gesichtet, und die Gruppe konnte zudem eine kleine Tiertherapie mit den Ziegen und Eseln genießen.
Nach der Tour versammelte sich die 13-köpfige Gruppe im Gasthaus Arbachmühle zu einem gemütlichen Ausklang und beendete den Tag anschließend mit einem schmackhaften Eis in der Nähe des Gasthauses.
Dies war wieder ein sehr angenehmer Ausflug mit einem regen Austausch von Erfahrungen und Wissen zwischen der Exkursionsleiterin und den Teilnehmenden. Wir möchten Kika Lexova unseren tiefen Dank aussprechen, dass sie sich die Zeit genommen hat, die Gruppe zu empfangen und während des Ausflugs zu führen, und uns mit großer Begeisterung alle Herausforderungen der Weidebewirtschaftung sowie die reiche Artenvielfalt vor Ort erklärt hat.
Wiener Nachtpfauenauge am Licht. Foto: Andrea Jordan
Lange Nacht der Forschung, Biologische Station Illmitz
Die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Entomologen hat bereits zum dritten Mal an der Langen Nacht der Forschung in der Biologischen Station in Illmitz teilgenommen. Etwa 450 Besucher nutzten die Möglichkeit, sich über viele verschiedene Forschungsschwerpunkte zu informieren. Dazu gehörten die Vogelberingung, die Funktion von Pollenfallen, Messungen von Luft- und Wasserqualität, der wissenschaftliche Fischfang im Neusiedlersee und das Gelsen-Monitoring. Die AÖE war mit Andrea Jordan, Jakob Brejcha, Egon Lind und Stefan Kirchweger im Einsatz. Im Rahmen Informationsveranstaltungen haben wir die Besucher über unterschiedliche entomologische Arbeitsschwerpunkte von Taxonomie undFaunistik bis hin zu ökologischen Forschungsschwerpunkten im Verein informiert. Zahlreiche Fragen zum Thema Insekten wurden beantwortet. Das Thema des Insektensterbens und des Biodiversitätsverlusts waren dabei die Themen, welche die meisten Menschen beschäftigen. Bei Kindern und Jugendlichen standen aber die ausgestellten Exemplare des Wiener Nachtpfauenauges (Saturnia pyri), dessen Biologie und Verbreitung im Mittelpunkt. Spät abends hatten die Besucher an vier Leuchtstationen die Gelegenheit, den Entomologen bei der Arbeit zuzusehen. Der Star war auch hier das Wiener Nachtpfauenauge: Ein Männchen dieses schönen Schmetterlingsart kam ans Licht geflogen. Danke an die Biologischen Station, allen voran ihrem Leiter Thomas Zechmeister, für die jahrelange gute Zusammenarbeit und die großartige Organisation der Veranstaltung.